ZOOM AUF INDIEN (2/4) Aufbruch in die Moderne

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Mumbai, Kalkutta, Neu-Delhi – mit dem Bau von Städten will Indiens erster Ministerpräsident Jawaharlal Nehru den Übergang zur Moderne erreichen. Während ein Fünfjahresplan auf den nächsten folgt, entstehen riesige Baustellen. Die Getreide- und die Milchproduktion wird verdoppelt, und das bäuerliche Indien wandelt sich allmählich – freilich ohne zu ahnen, dass 20 Jahre später, im Jahr 1984, in Bhopal eine Chemiefabrik explodieren und eine der größten Umweltkatastrophen der Geschichte auslösen würde. Am Beispiel der heiligen Flüsse, den bedeutenden Pilgerstätten des Hinduismus, ist zu erkennen, wie stark sich der Bezug der Inder zu ihrer Umwelt verändert. Die Umweltprobleme, mit denen das Land heute kämpft, verstärken die Angst vor den zerstörerischen Folgen des Wachstums.Das moderne Indien ist aus einem Kulturschock entstanden und scheinbar für immer zwischen seinen Wurzeln und seiner Zukunft hin- und hergerissen. Das westliche Modell mit seinem Streben nach wissenschaftlichem und materiellem Fortschritt wird nicht von allen Indern mitgetragen. Diese Zerrissenheit empfinden auch die Fotografen, wenn sie sehen, wie sich ihre Heimatstädte wandeln.Die Fotografen Sameer Tawde, Saibal Das und Ravi Agarwal stammen selbst aus Indiens Metropolen, die zum Inbegriff der Entwicklung des Landes geworden sind. Sie gehen mit ihrer Kamera auf Erkundungstour – von den historischen Stadtzentren bis in die abgelegenen Vororte. Sie fotografieren in der Weltstadt Mumbai, in Kalkutta mit seinem Erbe der britischen Kolonialzeit oder auch in der Stadt in der Stadt, in Neu-Delhi, das mittlerweile weit über das alte Delhi hinausgewachsen ist.

Kategorie: Gesellschaft

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