Émile Zola: Das Geld [Hörbuch]

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Die Handlung vollzieht sich in den Jahren 1864 bis 1869. Sie setzt fünf Monate nach dem Tod von Aristide Saccards zweiter Frau Reneé ein. Aristide ist bankrott und von der Börse ausgeschlossen. Um sich neu zu etablieren, entwickelt er einen Plan. Sein Nachbar, der Ingenieur Georges Hamelin, träumt von der Wiederherstellung des Christentums im Mittleren Osten. Dafür sollen Bahnstrecken und Straßen entstehen, Häfen instandgesetzt und Schiffe gebaut werden. Zur Förderung dieser Projekte gründet Aristide ein Finanzunternehmen. Das eigentliche Motiv ist seine Rückkehr an die Pariser Börse. Dabei kann er nicht mit der Unterstützung seines Bruders Eugène rechnen. Der Minister, Eugène Rougon, den der Leser aus Das Glück der Familie Rougon und Seine Exzellenz Eugène Rougon kennt, ist bestrebt, den Einfluss einer liberaleren Römisch-Katholischen Kirche in Frankreich zu fördern. Aristide sieht das Unternehmen zugleich als Möglichkeit, den jüdischen Bankiers, die die Börse dominieren, einen Schlag zu versetzen.

Émile Zolas Roman von 1891 erzählt alles, was man über den Börsenwahn wissen muss. Was ihn zum Reißer macht, zum Melodram, zum Breitwandfilm seiner Epoche, das ist die visionäre Kraft, der riesige Appetit, die grandiose Unbescheidenheit seines Autors, seine Fähigkeit, das Phantastische der Realität hervorzutreiben. Zolas Helden sind Süchtige. Das Kapital – ihr Kokain.

Kategorie: Unternehmen

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