Chinas explodierende Städte

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31 Millionen leben in der chinesischen Stadt Chongqing und die Stadt am Yangtse wächst und wächst – täglich kommen tausend neue Einwohner hinzu. Bauvorschriften gibt es kaum. Die Menschen ertragen schreckliche Wohnverhältnisse, den Verlust ihrer Privatsphäre, sie ertragen Lärm, Gestank, Kriminalität und schlecht bezahlte Jobs. Sie wollen nur eines: Bürger dieser Stadt werden, mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Stadtplanung, wie sie in Europa bekannt ist, existiert in China nicht – es herrscht Chaos. Auf dem flachen Land wird gebaut – dicht, hoch, großflächig. Alte Stadtviertel werden eingeebnet, seelenlose Hochhauswälder und Geisterstädte entstehen. Was vor 20 Jahre als modern galt, ist von schlechter Qualität, zu klein dimensioniert, wird abgerissen, noch mehr Neubauten schießen in den Himmel. Der Verkehr kollabiert, der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel hinkt hinterher. In all dem Chaos stehen aber auch architektonische Meisterwerke, sei es das Design-Museum in Shenzen oder gestapelte Wohncontainer – jeder einem traditionellem Hofhaus nachempfunden – in Hangzhou. Andere Architekten setzen auf eine Kombination moderner und traditioneller Baumaterialien. Ob solche Ideen und Bauwerke Unikate bleiben oder ob sie sich mehr und mehr durchsetzen, bleibt abzuwarten.


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